KAB Diözesanverband München und Freising e.V.

Hand in Hand - Sprachpatenschaftsprojekte mit Mehrwert



Es sind erschütternde Erlebnisse, die die meisten der aus Eritrea geflüchteten Menschen durchleben mussten: Gefolterte und Inhaftierte, andere die auf der Flucht Grausamstes erlebt oder gesehen haben. Aber all dies Grausame und Verstörende ist meist nicht Vergangenheit, sondern kommt immer wieder hoch und führt zu Ängsten und Depressionen. „Posttraumatische Belastungsstörungen“ nennt das die Psychologie. Sie hindern Menschen, die solches erlebt haben, ein normales Leben zu führen - auch dann, wenn sie in Deutschland angekommen, wieder in einigermaßen gesicherten Verhältnissen leben können.
Der Rahmen dieses Projekts umfasst ca. 150 Flüchtlinge aus Eritrea, von denen im Zentrum der Patenschaften viele genau an diesen posttraumatischen Störungen leiden, die zum Teil so schwer sind, dass vor einer Behandlung an eine normale Integration in das deutsche Gesellschaftsleben kaum zu denken ist. Da psychische Erkrankungen in der Heimatkultur Eritrea’s nach wie vor ein Tabuthema sind, kommt erschwerend hinzu, dass sich betroffene Personen in ihr Leid zurückziehen und nur das soziale Verhalten ist als ein - oft nicht gehörter – Hilfeschrei bleibt. Schon aufgrund fehlender Sprachkompetenz bleibt die Therapie aus.


Das Projekt hat daher in erster Linie zwei Zielrichtungen:
Den Personen, die an solchen Störungen leiden, zur Seite zu stehen, sie durch ehrenamtliche Sprachpaten bzw. Brückenbauer, die die Herkunftssprache beherrschen, aufzuklären und bei der medizinischen und psychologischen Betreuung zu unterstützen, um sie dann in einem zweiten Schritt auf dem Weg in den deutschen Gesellschaftsalltag zu begleiten.

 

Abschließend ist zu hervorzuheben, dass diese Betreuung in erster Linie getragen wird von  eingebürgerten Eritreern, die ein besonderes Vertrauensverhältnis zu Personen aus diesen Regionen genießen und deren Sprache muttersprachlich beherrschen. Um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass psychische Erkrankungen oft als Tabu gesehen werden, erfolgt eine Hilfeleistung meist indirekt beginnend mit einer persönlichen Kommunikation, vorsichtigen Aufklärung, Musizieren, Malen und permanente Begleitung in regelmäßigen Kontakt mit psychosozialen Zentren.



Zitat

 

Name

Institution



Ativitäten & Veranstaltungen

  • Fachtagungen zur Aufklärung von Paten und Helfer für posttraumatischen Störungen.
  • Zweimal wöchentliches Angebot von Präsensberatung und -Betreuung am Sitz der IKB (Matthäus-Kirche am Sendlinger Tor). Hier erhalten die Betroffenen von den Paten ganz konkrete Beratung und Hilfe für den Umgang mit Behörden, möglichen Arbeitgebern, Krankenversicherungen etc. Diese Hilfe betrifft alle lebenspraktischen Bereiche (z.B. Haushaltsführung, Übersetzung, Behörde, Jobcenter, Job - u. Wohnungssuche)
  • Zweimal wöchentlich telefonische direkt Betreuung für Personen, die aus welchen Gründen auch immer nicht persönlich erscheinen wollen oder können.
  • Konkrete Hilfen, die den Flüchtlingen bisher daraus erwachsen sind:
    • Besseres Beherrschen der deutschen Sprache
    • Höhere Sozialkompetenz in der deutschen Gesellschaft
    • Aufklärung der psychischen Erkrankung auf Muttersprache
    • Erweiterung der Mobilität (z.B. Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel)
    • Begleitdienste (z.B. Arztbesuche)
    • gemeinsames Singen und Musizieren
    • Zugang zu psychiatrischer Behandlung

Freunde, Netzwerke & Kooperationen

  • Interkulturelle Brücken gUG



Impressionen

Bilder folgen in Kürze...



Kontakt

KAB Diözesanverband München und Freising e.V.

Gerhard Endres

Pettenkofer Str. 8

80336 München

Tel: 089 / 552516 0

E-Mail: info@kab-dvm.de

Homepage: www.kabdvmuenchen.de/

 

Interkulturelle Brücken gUG (haftungsbeschränkt)

Senait Michiel / Yonas Kiflezghi

Grandauerstr. 5

85567 Grafing bei München

Tel: 08092 / 8689919

E-Mail: ik.bruecken@gmail.com


Koordiniert durch:

Kontakt über:

lagfa bayern e.V.

Projekt "Sprache schafft Chancen"

Konrad-Adenauer-Allee 43

86150 Augsburg

 

Projektleitung: Frau Ursula Erb

sprachfoerderung@lagfa-bayern.de

Tel: 0821 207148-21

Mobil: 0177-6632 149


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